Wer nicht dabei war, hat was verpasst.

03 / 10 / 2018
Wer nicht dabei war, hat was verpasst.
Waren Sie schon einmal in Velehrad? Die Mitarbeiter von Aspena schon. Am letzten Wochenende fand nämlich dort auf dem Gelände des Hotels SKANZEN unsere jährliche Firmenveranstaltung statt.

Kurz nach dem Mittag kamen die Mitarbeiter aus ganz Tschechien und der Slowakei hier zusammen, um gleich zur Eröffnung mit dem hiesigen schnittigen Brandy aufs Wiedersehen, auf Gesundheit, Erfolg und das Gelingen der gesamten Veranstaltung anzustoßen.

Offizielle Eröffnung war ein ausgezeichnetes Mittagessen, bei dem sich die meisten von uns an Schweinefilet mit Pfeffersauce und Kartoffelgratin labten. Das zweite angebotene Gericht –Tarhoňa (Eiergerstl) mit Ziegenkäse – verlor mit großem Abstand, obgleich es sehr lecker war. Schon während des Mittagessens entdeckten wir den versteckten Beruf unseres kaufmännischen Direktors, Amur Břetislav Svoboda – nämlich den eines Paparazzi. Die Erste, die er mit seinem Objektiv überraschte, war Aspena-Eignerin Petra Cupáková. Es gelang ihm, die geübte Rednerin bei ihrer kurzen Eröffnungsrede nervös zu machen. Mit seinem Sucher begleitete und belauerte uns Amur den ganzen Tag lang, außer am Nachmittag, als er zusammen mit anderen "zwölf Tapferen" seine sportlichen Fähigkeiten und seine Kräfte bei Unihockey, Badminton und Tischtennis maß.

Der Rest von uns entschied sich für ein entspannteres, aber nicht minder interessantes Programm in der Umgebung des Hotels – einen Besuch der Ausstellung "Živé vody" (Lebendiges Wasser) und des Terrariums. Alle waren von der Menge der Fische und Schildkröten im hiesigen Aquarium überrascht, vor allem aber von der Größe der Karpfen, Störe und Welse.

Höhepunkt und letzter Teil des Nachmittagsprogramms war ein atemberaubendes Orgelkonzert in der monumentalen Basilika der Himmelfahrt der Jungfrau Maria und St. Cyril und Methodius in Velehrad.
Unkonventionell war auch das Abendessen, das anstelle eines Buffets an jedem Tisch separat serviert wurde. Gebratene Tauben flogen uns von den Schneidbrettern in Tischmitte direkt in den... auf die Teller. Den mittelalterlichen Festschmaus genossen wir im Komfort unserer Stühle.

Die größte Überraschung erwartete uns nach dem Abendessen. Petra Cupáková spannte uns den ganzen Tag lang auf die Folter. Sie verriet nur ein paar vermeintliche Indizien, die uns aber nur noch mehr verwirrten, sodass die Phantasie auf Hochtouren lief. Der wichtigste Hinweis, "dass es eine echte Sause würde", erweckte in einigen von uns die Hoffnung, dass uns der große Karel Gott höchstpersönlich beehrt. Dazu kam es zwar nicht, aber immerhin stießen wir bei einer Verkostung entlang des im Hotelkeller eingerichteten Wein- und Schnaps-Lehrpfades auf seine Gesundheit an. Die Indizien hatten nicht gelogen. Es war eine wirkliche Sause, mit der der wichtigste Teil des gesamten Aufenthalts begann: Kennenlernen, Tratschen, Trinken und gemeinsam das Tanzbein schwingen.

Ich glaube nicht, dass jemand Zeit hatte, sich auf der Veranstaltung zu langweilen. Abgerundet wurden das angenehm bunte Programm, das viele gute Essen und die leckeren Drinks durch das tolle Wetter. Auch das war eine der Überraschungen. Statt dem vorhergesagten Regen genossen wir einen kühlen, aber schönen Herbsttag.

Ich will mich nicht wiederholen, aber wie schon in der Einleitung erwähnt: Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst!
 

Jana Tocháčková
Jana Tocháčková